Pinterest Marketing Strategie Tipps

„Pinterest ist doch nur für Einrichtungs- und Deko-Ideen, Frisuren, Mode und DIY-Inspiration.“ Erkennst du dich in dem Satz vielleicht wieder? Dann muss ich dir leider sagen, dass du damit weit danebenliegst. Pinterest ist so viel mehr als das. Abgesehen davon, dass du inzwischen auch unzählige Grafikdesign-Ideen, Anleitungen für Blogger, SEO, E-Mail-Marketing und vieles mehr findest – für dein Unternehmen kann Pinterest mit der richtigen Marketing Strategie den notwendigen Aufschwung bringen. Insbesondere nachdem Facebook die Reichweite für Unternehmensseiten stark reduziert hat. Mit der richtigen Pinterest Marketing Strategie erreichst du nicht nur deine Zielgruppe, sondern steigerst im besten Fall auch deine Conversion-Rate und deinen Umsatz.

Pinterest – die visuelle Suchmaschine

Pinterest gibt es seit 2010. Inzwischen verzeichnet diese Plattform über 300 Millionen aktive Nutzer. Im Unterschied zu anderen sozialen Netzwerken wie Facebook und Instagram dient Pinterest weniger zum sozialen Austausch, als für Inspiration und Entdecken von neuen Inhalten. Allein in Österreich nutzen 1 Million Menschen Pinterest jeden Monat. Insgesamt werden monatlich 2 Milliarden Suchanfragen durchgeführt und 68% der aktiven Nutzer entdeckten eine Marke oder Produkt über diese Plattform. (Quelle: Futurebiz) Weibliche Nutzerinnen überwiegen, wobei die 18-34 Jährigen hier die stärkste Gruppe bilden.

Klingt gut? Das meine ich auch. Für Unternehmen, die Produkte verkaufen und bekanntmachen wollen, kann Pinterest zu einer wertvollen Traffic-Quelle und Marketing-Kanal heranwachsen.

Pinterest Marketing Strategie: Das solltest du beachten

Willst du Pinterest für dein Unternehmen nutzen, benötigst du zuerst ein Unternehmensprofil. Das kannst du dir ganz leicht anlegen. Zusätzlich ist es ratsam, deine Website zu verifizieren.

Relevante Inhalte für deine Zielgruppe

Gleich vorab: Auf Pinterest zählen vorrangig Re-Pins und nicht die Followerzahl, um eine höhere Reichweite zu erzielen. Deshalb ist es essentiell, Inhalte für deine Zielgruppe zu erstellen, die sie motivieren, deine Pins zu merken. Dazu sollten deine Pins:

  • für Pinterest optimiert sein
  • Evergreen-Content enthalten, der länger relevant bleibt
  • Infografiken zeigen
  • Einen CTA verwenden, der zum Repinnen einlädt.

Versetze dich einfach mal in deine Zielgruppe hinein. Wie müsste ein Pin aussehen, damit du ihn dir merken willst? Was spricht dich an? Erstelle deine Pins nach diesen Vorstellungen und du wirst mehr Menschen zum repinnen animieren.

Pin-Beschriftung

Die Beschreibung deiner Pins spielt eine sehr wichtige Rolle. Die enthaltenen Keywords fördern die Auffindbarkeit deiner Pins. Diese Keywords findest du am leichtesten, wenn du die Suchfunktion auf Pinterest dafür nutzt. Dort werden dir verwandte und ähnliche Bezeichnungen vorgeschlagen, die du dann als Keyword einsetzen kannst.

Die Beschriftung ist aber nicht nur für die Auffindbarkeit relevant. Es geht vorrangig darum, deinen Besuchern wichtige Zusatzinformationen zu liefern und nicht eine klassische Bildbeschreibung von den Dingen, die auf dem Bild zu sehen sind. Ebenfalls sehr ansprechend sind natürlich lustige Geschichten. Alles, was deiner Zielgruppe gefällt ist gut. Eine gelungene Beschreibung animiert wiederum dazu, deine Inhalte zu repinnen. 🙂

Regelmäßig pinnen

Die Regelmäßigkeit spielt auf Pinterest eine bedeutende Rolle. Pinterest empfiehlt dir, regelmäßig kleinere Mengen zu pinnen. Einmal in der Woche viel zu pinnen bringt nur wenig. Richtwert ist hier ca 5 Pins pro Tag. Keine Angst. Du musst nicht selbst diese Inhalte erstellen. Auch Repins anderer Nutzer zählen hier dazu. Deine eigenen Inhalte sollten trotzdem auf deinen Boards präsent sein.

Wichtig ist es auch, dass du abwechslungsreiche Inhalte pinnst. Deine Boards sollen interessant bleiben und deinen Besuchern auch Mehrwert bieten. Gerne gesehen sind immer GIFs, Infografiken und auch Videos. Letztere bringen dein Produkt live in Aktion zur Geltung.

Das klingt nach einem hohen Aufwand, ich weiß. Glücklicherweise gibt es inzwischen auch einige Tools, die automatisch für dich deine geplanten Pins veröffentlichen und somit helfen, Zeit zu sparen. Tailwind (LINK) ist zum Beispiel eines dieser Tools.

Bilder auf Pinterest: Die richtige Bildgröße

Bei deinen Pins solltest du auch auf die Bildgröße achten. Die Mindestbreite beträgt 600 Pixel, ein Format von 600 x 900 bzw. eine Grafik mit 800 x 1200 sollten eingehalten werden.

Wenn du diese Formate auch auf deiner Website verwendest und dort deinen Besuchern die Möglichkeit zu pinnen mittels PlugIn gibst, erhöhst du ebenfalls die Chance, das Repinning anzukurbeln.

Einheitliches Design

Neben der richtigen Bildgröße empfiehlt es sich, ein einheitliches Design für deine Pins zu entwerfen. Diese steigert den Wiedererkennungswert. Verschönere deine Bilder mit einer auffallenden Schrift und achte auf ein einheitliches Layout. Ebenso kennzeichnen Farben mit Wiedererkennungswert und dein Logo deine gebrandeten Beiträge.

Die App Canva (LINK) fällt mir dazu ein. Dort findest du unzählige Möglichkeiten zur Gestaltung von Beiträgen und Infografiken.

Group-Boards für eine höhere Reichweite

Auf Pinterest gibt es zahlreiche öffentliche Gruppen-Pinnwände. Mehrere Nutzer pflegen diese Group-Boards und auch du solltest dich an dem einen oder anderen beteiligen und fleißig pinnen. So schaffst du mehr Aufmerksamkeit für dein Unternehmen und deine Produkte. Abgesehen davon baust du dir Expertenstatus zu bestimmten Themen auf. Die Group-Boards, an denen du mitwirkst, sollten natürlich thematisch zu deinem Unternehmen passen.

Gruppen-Pinnwände sind eine hervorragende Gelegenheit, für dich und dein Unternehmen größere Aufmerksamkeit und entsprechend höhere Reichweite zu gewinnen.

Zeige Details mithilfe von Rich Pins

Auf Rich Pins reicherst du deinen Beitrag mit zusätzlicher Information und Details direkt auf dem Pin an. Rich Pins gibt es für Artikel, Produkte und Rezepte. Auf Produkt Pins findest du Preise, Verfügbarkeit und die Website in Echtzeit. Rezept Pins zeigen auf einem Blick die Zutaten, Zubereitungszeit usw. Artikel Rich Pins ermöglichen es, sich wichtige Artikel zu merken und dabei Überschrift, Autor und Beschreibung des Artikels anzuführen.

Mit Rich Pins erlangst du mehr Aufmerksamkeit als mit herkömmlichen Pins. Die zusätzlichen Informationen schaffen den so wichtigen Mehrwert für die Nutzer. Die zusätzlichen Angaben wie Preis und Verfügbarkeit auf Produkt-Pins beispielsweise steigern die Chance, dass das Produkt gleich von den Nutzern gekauft wird.

Promoted Pins

Auch auf Pinterest kannst du Werbeanzeigen schalten. Diese sogenannten Promoted Pins lassen sich in folgende Typen unterscheiden:

  • Promoted Pins: Normale Pins, die einem breiteren Publikum ausgespielt werden. Gekennzeichnet durch das Wort „Promoted“. Detail am Rande: Diese Kennzeichnung verschwindet beim repinnen.
  • Promoted Video Pins
  • Cinematic Pins: Solange der Nutzer scrollt, bewegt sich der Inhalt des Pins.
  • One-Tap Pins: Mit nur einem Klick gelangt der Nutzer auf die Website oder Online-Shop.
  • App Pins: verfügen über einen Install-Button womit Apps direkt von Pinterest aus installiert werden können.

Zum Thema Werbeanzeigen auf Pinterest werde ich aber in nächster Zeit einen eigenen Artikel veröffentlichen, wo du dann alle Details dazu nachlesen kannst.

Nicht vergessen: Analysiere deine Performance

Ohne Analyse geht auch auf Pinterest nichts. Es gehört zum Marketing einfach dazu. Pinterest Analytics hilft dir dabei, deine Strategie regelmäßig zu optimieren. Du brauchst dazu ein Business Profil.

Auswerten kannst du

  • die erfolgreichsten Pins
  • in welchen Pinnwänden sie zu finden sind
  • demografische Nutzerdaten

Behalte diese Metriken im Auge und verbessere daduch deine Pinterest Markting Strategie.

Obwohl Pinterest jährlich steigende Nutzerzahlen verzeichnet und nach wie vor nichts an Beliebtheit einbüßt, wird diese Plattform in Sachen Marketing noch immer gerne stiefmütterlich behandelt. Das volle Potenzial ist noch lange nicht ausgeschöpft. Nutze also die Gunst der Stunde und prüfe, ob diese Plattform nicht genau das Richtige für deine Marketing Strategie ist. 🙂

Ich wünsche dir viel Erfolg dabei!

Alles Liebe,

Kerstin

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