selbstständig machen
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„Ich will mich unbedingt selbständig machen. Mein eigener Chef sein und arbeiten wann und mit wem ich will. ABER zuerst muss ich noch/muss noch der…….“

Erkennst du dich wieder? 😉 Ich mich schon. Früher habe ich so gedacht. Ich kann mich doch nicht selbständig machen, solange ich nicht ein Ass auf meinem Gebiet bin. Wie soll ich denn Geld für etwas verlangen, was ich noch nicht zu 100 % im Schlaf ausführen kann? Fragen über Fragen, mit dem Ergebnis: Unsicherheit macht sich breit, Monate und Jahre vergehen und nichts passiert. Du wirst älter und älter und auch unzufriedener, weil du noch immer im Hamsterrad gefangen bist und dich nicht traust, raus zu gehen. Weil du angeblich noch nicht perfekt genug für die Selbständigkeit bist.

Selbständig machen und Perfektionismus passen nicht zusammen

Ganz ehrlich? Ich pfeif auf’s perfekt sein. Ja, es ist wunderbar wenn man etwas wirklich gut kann. Doch wie lange dauert es denn, bis es soweit ist? Es gibt da diese 10.000-Stunden-Regel: du bist richtig gut in einer Sache, wenn du 10.000 Stunden geübt hast. Die Rolling Stones hatten 10.000 Stunden Übung darin, die Bühne zu rocken. Klar, waren die gut – und sind es noch. 🙂 Übung macht tatsächlich den Meister. Doch die Frage ist: willst du wirklich solange warten, um den nächsten Schritt zu tun? 10.000 Stunden sind 416 Tage, also über ein Jahr! Und das nur, wenn du rund um die Uhr 24 Stunden am Tag an deiner Sache arbeitest und übst. Das heißt, in Wahrheit dauert es viel länger, nämlich mehrere Jahre, bis du „perfekt“ bist in deinem Fach. Und selbst dann gibt es noch immer etwas, das du noch nicht kannst. Perfekt sein ist eine Illusion! Willst du deinen Traum von Freiheit einer Illusion opfern?

Ach ja und was glaubst du, wo du am besten üben kannst? Daheim im stillen Kämmerchen? Ohne Anreize, MitbewerberInnen und Kunden? Das klappt nicht, tut mir leid.

Die Umstände werden nie perfekt sein

Wer mich kennt, weiß, ich plane gerne. Das heißt, vor meinem Weg zur Wirtschaftskammer verbrachte ich meine freien Stunden mit Planen und Recherchieren. Man hört ja immer wieder Horrorgeschichten von Nachzahlungen an die Sozialversicherung und das Finanzamt, Insolvenzen usw. Und welches Gewerbe soll ich überhaupt anmelden? Alle Eventualitäten mussten durchgespielt und durchgedacht werden. Dann noch die Frage, ob ich nicht doch vorher das Masterstudium hinter mich bringen sollte. Außerdem, was machen mit dem Vollzeit-Job? Ganz zu schweigen von den Bedenken, keine Freizeit mehr zu haben.

Doch dann war es mir einfach zu blöd: ich bin zur Wirtschaftskammer und hab zwei Wochen nach meinem ersten Beratungstermin mein Gewerbe angemeldet. Neben dem Hauptjob. Weil ich irgendetwas tun musste, um die Maschine am Laufen zu halten. Ich wollte in die Selbständigkeit, darüber war ich mir zu 100% sicher. Also warum nicht gleich, für’s erste halt nebenberuflich? Worauf warten? Du kannst noch soviel darüber nachdenken und Hypothesen aufstellen – es kommt ohnehin anders. Die Umstände werden nämlich nie perfekt sein. Es wird immer Bedenken geben, die sich einschleichen, Personen, die dir dagegenreden und Ereignisse, die du nicht kontrollieren kannst. Wenn du dir sicher bist, was du willst – dann tu es. Mach zumindest mal den ersten Schritt. Jetzt gleich. Irgendeine Kleinigkeit, einen Mini-Schritt, kannst du immer tun, um deinem Ziel ein Stückchen näher zu kommen.

Bis heute habe ich den ersten Schritt in die Selbständigkeit nicht bereut, sondern ihn täglich gefeiert. Weil er mich daran erinnert, wie konsequent ich mein Ziel von Freiheit verfolge.

Selbständig machen: Übung macht den Meister

War immer alles eitel Sonnenschein? Nope. Aber ich habe mich immer gut mit meiner Entscheidung gefühlt. Schon in eineinhalb Jahren habe ich durch und von meinen Kunden schon so viel gelernt. Das ist einfach unbezahlbar. Und genau der Punkt: Du lernst, wenn du machst. Sicher ist es gut, eine solide Basis zu haben, aber wenn nicht? Auch gut. Dann lernst du es eben auf deinem Weg.

Deine ersten Projekte – und alle die folgen – sind Spielwiesen, wo du dich ausprobieren und lernen kannst. ACHTUNG: Das heißt nicht, dass du dich auf Projekte einlässt, die für Anfänger tatsächlich eine Nummer zu groß sind (z. B. eine komplexe Website für ein KMU, wenn du bisher erst ein paar kleine Websites für Bekannte gemacht hast). Du willst deine Kunden ja glücklich machen und nicht vor den Kopf stoßen.

Ich spreche davon, dich nicht von vermeintlich nicht vorhandenen Skills abhalten zu lassen:

Du machst Websites, aber noch keine Webshops? Das kannst du lernen.

Du schreibst Instagram-Captions, die begeistern, aber Grafiken kannst du nicht? Glaub mir, mit Canva schon und du kannst es lernen.

Social Media ist ein rotes Tuch für dich, aber wichtig für dein Marketing? Du kannst es lernen.

So wie du alles lernen kannst, wenn du es nur wirklich willst.

Lerne von den Besten

Noch nie war es so leicht, sich neues Wissen anzueignen und zu üben wie heute. Für wirklich alles findest du mittlerweile ein Tutorial oder einen Blogbeitrag im Internet. Online Kurse und Webinare sprießen aus dem Boden wie Pilze und Coaching gehört mittlerweile dazu, wenn du erfolgreich werden willst.

Ich bin ein riesen Fan von Weiterbildung – egal ob offline oder online. Du lernst neue Skills, die deine Kunden begeistern, aber auch immer etwas über dich selbst. Jeder Kurs, jede Mastermind, jeder Work-Shop lockt dich aus der Reserve und lässt dich weiter wachsen. Fachlich wie persönlich.

Sieh dich in Ruhe im Netz und auf Social Media um. Recht schnell stoßt du auf die Profis der Branche. Nutze die Möglichkeiten und vernetze dich, melde dich für Kurse an und lerne von jenen, die schon dort sind, wo du noch hinmöchtest. Und freue dich schon jetzt auf deine wichtigste Erkenntnis – denn sie wird kommen, das verspreche ich dir: auch die Profis sind nicht perfekt. Auch sie streben ihr Leben lang nach Weiterentwicklung und Wachstum. Mich inspiriert das ungemein und es treibt mich an, weiter an mir und der Verwirklichung meiner Träume zu arbeiten.

Perfekt sein ist nicht das Ziel – hör lieber auf dein Bauchgefühl

Während du deinen Weg gehst und deine Ziele verfolgst merkst du eines recht schnell: wie verlässlich dein Bauchgefühl ist. Als Selbständige:r wirst zahlreiche Entscheidungen treffen müssen, denn das zeichnet einen konsequenten Weg nunmal aus. Stehenbleiben gilt nicht. Ich spreche aus Erfahrung, wenn ich sage: Hör auf deinen Bauch bzw. dein Herz. Es gibt keine Bauchgefühl-Entscheidung in meinem Leben, die ich bereue. Nada. Jede einzelne hat sich ausgezahlt. Deine Intuition ist dein bester Freund und wertvollster Wegbegleiter. Sie weiß, was zu tun ist. Du spürst es sofort.

Natürlich kannst dich auch gerne mal auf den Kopf einlassen. Knock yourself out. 😉 Das mache ich auch immer wieder mal. Allerdings mit dem Gedanken: ich mache das jetzt, um mich definitiv davon zu überzeugen (was ich eigentlich eh schon weiß, nämlich), dass das nichts für mich ist. 😉 Klappt wunderbar und du kannst ein für allemal dein Häkchen drunter setzen. Wieder was gelernt.

Das Bauchgefühl täuscht dich auch nicht, wenn es um neue Kunden oder Partner geht. Du merkst sofort, ob die Chemie stimmt oder nicht. Dein Bauchgefühl schützt dich vor Kunden und Geschäftspartnern, die dich und deine Leistung nicht wertschätzen.

Perfektion ist nicht das Ziel, aber dein Bauchgefühl bringt dich einem rundum glücklichen und freien Leben mit jeder Erfahrung ein Stückchen näher.

Lass dich nicht beirren – zieh los und mach dein Ding

Der beste Lehrer ist das Leben und das zeigt sich ganz besonders, wenn du dir selbst dein Leben nach deinen Regeln und Vorstellungen erschaffst. Sobald du den Weg eingeschlagen hast, lernst du jeden Tag etwas Neues über dich und für dich dazu.  Besonders viel lernst du aus „Fehlern“, wobei ich hier lieber von Herausforderungen spreche. 🙂 Steine legen sich dir in den Weg und warten darauf, ob du sie überwinden wirst. Überlege gar nicht erst ob, sondern wie! Es gibt wirklich immer eine Lösung. Gerade die Steine, Berge und Schluchten auf deinem Weg sind es, die dich wachsen und lernen lassen.

Wären wir alle perfekt, wären wir doch alle gleich. Doch gerade das Unperfekte zeichnet uns aus. Unsere Ecken und Kanten, unsere Kratzwunden und Narben machen uns zu dem Menschen, der wir sind. Mit eigenen Erfahrungen und deshalb auch ganz speziellem Wissen. Wissen, das wir an andere Menschen weitergeben und ihnen so die wiederum die Möglichkeit schenken, zu wachsen. 

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