Webdesign mit One Pager

Du brauchst eine Website? Aber sie sollte übersichtlich und auf das Wesentliche reduziert sein? Dann ist vielleicht ein sogenannter One Pager etwas für dich. Dabei handelt es sich um eine Website, deren Design sich auf eine einzige Seite beschränkt. One Pager bieten dir die Möglichkeit, die Aufmerksamkeit deiner Besucher auf bestimmte Inhalte zu lenken.

Aufbau eines One Pagers

One Pager haben keine Unterseiten, wie bei herkömmlichen Websites. Meist besteht diese Seite aus großzügigen Designelementen. Große Fotos und Grafiken lenken den Blick des Betrachters auf die gewünschte Information. Navigiert wird entweder nur über Downscrollen oder über eine Navigationsleiste oben. Beim Klick auf einen der Menüpunkte springst du auf der Seite zum gewählten Abschnitt. Die jeweiligen Abschnitte unterscheiden sich optisch klar voneinander. Am Ende der Seite findest du meist einen Call-to-Action. Dieser ladet dich entweder zur Kontaktaufnahme, Ticket- oder Produktkauf ein.

Darauf solltest du beim Design achten

One Pager bestechen durch ihren Aufbau und Design. Es gibt ein paar Dinge, auf die du achten solltest:

  • Der Sinn eines One Pagers ist es, das Wesentliche an Informationen kurz und knapp rüber zu bringen. Vermeide daher überflüssige Informationen.
  • Die Seite selbst sollte auch nicht zu lange werden, da ewiges Scrollen selbst den geduldigsten Besucher langweilt.
  • Damit Besucher beim Scrollen stets den Überblick behalten und jederzeit weiter navigieren können, solltest du die Navigationsleiste oben fixieren. Dadurch verhinderst du, dass Besucher vorzeitig abspringen, weil sie Information zu lange suchen mussten.
  • Das sollte sich inzwischen von selbst verstehen, aber der Vollständigkeit halber führe ich es an: Responsive Design!

Für wen eignet sich ein One Pager?

One Page präsentieren Informationen übersichtlich, kurz und knapp. Für große Unternehmen mit umfangreichen Websites mit zahlreichen Unterseiten eignet sich dieses Format daher nicht. Aber kleine Unternehmen bzw. Unternehmensgründer könnten durchaus damit ihr Auslangen finden. Immerhin kannst du dich und dein Unternehmen auf einer Seite vom besten Licht präsentieren, ohne Schnick Schnack, nur mit den wichtigsten Infos für deine potenziellen Kunden.

One Pager eignen sich außerdem gut für

  • Events
  • Produktpräsentationen
  • Ticketverkauf
  • Speziallösungen (z.B. IT-Lösungen für konkrete Problemstellungen)

Sinn und Zweck ist meist, Online Marketing-Aktivitäten voranzutreiben. Durch den Fokus auf das Wesentliche bleibt das Produkt oder Unternehmen besser im Gedächtnis und die Besucher verweilen länger auf der Seite.

One Pager und SEO

Google liebt Inhalt. Je mehr und je größer der Mehrwert für die Nutzer, desto besser. Da eignet sich eine große Website mit vielen Unterseiten natürlich hervorragend dazu. Was macht man aber mit einem One Pager? Kann man da auch sinnvolle und erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung umsetzen?

Ja, das geht. 🙂 Insbesondere für Unternehmen, die keine breite Produktpalette anbieten, kann ein One Pager auch Vorteile mit sich bringen. Dazu brauchst du für das Produkt maßgeschneiderte Keywords, damit du ein gutes Ranking in den Suchmaschinen erzielst. Der Keywordrecherche sollte daher entsprechende Aufmerksamkeit gewidmet werden. Auf One Pagern gilt auch eine große Ausnahme: Es dürfen mehrere H1-Überschriften verwendet werden. Das heißt, du darfst verschiedene Keywords verwenden. Wichtig ist hier nur, dass die Seite technisch in Abschnitte unterteilt ist.

Ein weiterer SEO-Vorteil ist, dass Backlinks konzentriert nur auf eine Seite gehen.

Am wichtigsten ist natürlich auch beim One Pager die User Experience. Das heißt, die Seite muss deinen Besuchern gefallen und sie müssen sich leicht zurechtfinden können. Eine moderne Gestaltung und einfache Menüführung bzw. Navigation trägt immens dazu bei. Achte bei deiner Seite auf ein ansprechendes, aber auch funktionales Design sowie zielgruppengerechten Content damit die Besucher nicht abspringen.

Die Absprungrate verringert sich vor allem, wenn die Ladezeiten kurz sind. Den Page Speed kannst du über die Google Search Console bzw. Google Analytics einsehen und auch verbessern.  Google gibt dir hierzu hilfreiche Tipps.

Von Google gern gesehen: Content-Mix. Verwende nicht nur Text, sondern auch Grafiken, Tabellen, Videos und Fotos.

Du siehst, ein One Pager stellt eine wirklich attraktive und auf das Wesentliche konzentrierte Alternative zu großen Websites dar. Dennoch ist sie nicht für jeden etwas. Überlege dir daher vorher gut, ob du mit dieser Art von Website deine Wünsche umsetzen und deine Zielgruppe ansprechen kannst. Wenn du dich für einen One Pager entscheidest, wirst du damit bestimmt große Freude haben.

Bei Fragen zum Thema Webdesign, stehe ich dir gerne zur Verfügung.

Alles Liebe,

Kerstin

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2 Gedanken zu “One Pager: Ist eine Seite genug?”

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