Erfahrungsbericht nebenberuflich selbstständig
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Mein Erfahrungsbericht

Der Sprung in die Selbständigkeit – davon träumen viele von uns. Doch nur die wenigsten schaffen den Absprung aus dem Angestelltenverhältnis. Es ist ja auch wirklich keine leichte Entscheidung: jeden Monat ein fixes Gehalt, Sonderzahlungen und einen sicheren Arbeitsplatz lässt man nicht so leicht sausen. Dafür habe ich vollstes Verständnis. Ich habe mich daher für eine Zwischenlösung entschieden und bin nun nebenberuflich selbständig. Ich frage mich nun, verspricht diese Variante tatsächlich Sicherheit oder ist sie in Wahrheit eine Blockade auf dem Weg zur Selbstverwirklichung?

Wenn du einfach nur raus willst

Wenn ich zurückblicke, träume ich schon sehr lange von der Selbständigkeit. Ich will meine eigene Chefin sein und arbeiten wann, mit wem und wo ich will, ohne immer nach der Pfeife anderer tanzen zu müssen. Dabei bin ich eine Parade-Angestellte: fleißig, verlässlich, gut organisiert, loyal und ich bewege mich innerhalb der vorgegebenen Grenzen.

Doch in den letzten Jahren versuche ich immer mehr, aus diesen Grenzen auszubrechen und stelle das ganze System in Frage. Ich möchte nicht mehr von anderen abhängig sein und ein Drittel meines Lebens in einem Büro verbringen, wo ich nicht sein möchte und mich täglich an einen freundlicheren Ort mit Herzensaufgaben wünsche. Mir fehlt die Herausforderung und die Freude habe ich schon lange irgendwo liegen gelassen. Wäre ich nicht in der glücklichen Lage tolle Kollegen im Team zu haben, hätte ich wahrscheinlich sogar schon mit weit schlimmeren gesundheitlichen Problemen zu kämpfen als nur den täglichen Verspannungen und Rückenschmerzen.

Klar, dass ich nach Mitteln und Wegen suche, hier raus zu kommen. Einen Teil des Weges habe ich schon geschafft: mein Bachelorstudium und der Schritt in die nebenberufliche Selbständigkeit.

Nebenberuflich selbständig: die Vorteile

Mich neben dem Vollzeitjob selbständig zu machen, erschien mir 2018 die perfekte Lösung. Ich profitiere weiter vom regelmäßigen Gehalt und spare mir so die große Sorge, in die Armut hinabzuschlittern wenn es mit dem Business doch nicht so läuft. Die Vorteile dabei, sich nebenbei etwas aufzubauen, sind für mich:

  • die Sicherheit des Hauptjobs
  • regelmäßiges Gehalt
  • Weniger Druck, weil du deine Fixkosten sicher decken kannst.
  • Du wirst zum Profi im Zeitmanagement, weil du lernst alles unter einen Hut zu bringen.
  • Du verdienst dir erstmal ein gutes Taschengeld dazu.

Klingt gut, oder? Vor allem die Tatsache, dass du ohne Druck was Neues aufbauen und dir in Ruhe eine Strategie für dein Business überlegen kannst.

Ich schätze an dieser Variante, dass ich den Hauptjob dadurch auch leichter ertrage, weil ich nebenbei das tun kann, was mir wirklich Spaß macht. Meine Laune verbesserte sich damals zusehends, weil ich endlich eine sinnvolle Aufgabe hatte, die mich erfüllt.

Die Schattenseiten der nebenberuflichen Selbständigkeit

Wo Licht ist, ist auch Schatten und so sehe ich in der nebenberuflichen Selbständigkeit auch einige Nachteile, die sich bei mir immer mehr an die Oberfläche arbeiten:

  • Bequemlichkeit schleicht sich ein, weil man nicht um sein Einkommen fürchten muss.
  • Kundenakquise wird aufgeschoben.
  • Man hat wenig Zeit für sein Business, weil man nur vor und nach dem Hauptjob dran arbeiten kann.
  • Die Ernsthaftigkeit geht manchmal etwas verloren.

Das alles mit dem Ergebnis, dass das Business stagniert und bei weitem nicht so gut läuft, wie es könnte. Ich befinde mich gerade mitten in der Phase, wo ich am liebsten den Hauptjob hinschmeißen würde. Doch das liebe Geld hält mich jedes Mal zurück. Die Fixkosten wollen bezahlt werden und da komme ich nicht drum herum. Keiner von uns. Ja, man kann die Kosten runterschrauben, aber selbst wenn man schon alles runterschraubt, bleibt noch immer genug übrig und der Traum von der Vollzeit-Selbständigkeit rückt wieder weiter weg.

Es batteln sich nämlich ständig Bequemlichkeit und Zeitmangel um den besten Platz. Die Schwierigkeit dabei, ein Business neben Hauptjob zu führen liegt für mich darin, dass ich zu wenig Zeit habe, alles so aufzuziehen, wie ich es mir wünsche. Dann schleicht sich die Bequemlichkeit an und flüstert: „Stress dich nicht, du hast doch dein fixes Gehalt.“ Ich denke mir dann, stimmt ja und lehne mich wieder etwas zurück. Mit dem Ergebnis, dass es nicht so läuft, wie es eigentlich könnte (No na ned…) und ich mich schmollend in die Ecke verziehe. Bis ich dann kurze Zeit später wieder voller Tatendrang auf der Bühne erscheine, mit dem klaren Ziel vor Augen, endlich Vollzeit selbständig zu sein.

Und so drehe ich mich im Kreis.

Irgendwann – spätestens bei der Einkommenssteuererklärung – fragt man sich dann: „Ist es das eigentlich wert?“ „Will ich das wirklich?“

Durchhalten oder Aufgeben?

In meinem Fall lautet die Antwort klar JA. 🙂 Ich lerne mit jedem Projekt Neues dazu, mache wertvolle Erfahrungen, die ich nicht missen möchte. Für mich war das Wichtigste, einfach mal los zu gehen und mich auszuprobieren. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Wenn du nicht losgehst und eine Sache nach der anderen ausprobierst, wirst du „dein Ding“ nicht finden und weiter im Hamsterrad gefangen bleiben. Nebenberuflich selbständig zu sein, gibt mir die Möglichkeit, mich auszuprobieren und mich und meine Vision zu finden. Trial and Error ist die Devise. Nur so lerne ich, was nötig ist, um dahin zu gelangen, wo ich hin will.

Wie sagt Lars Amend so schön: „Aufgeben ist keine Option.“ 🙂

So sehe ich das auch. Weil jeder Schritt, den du auf deinem Weg in die Selbständigkeit gehst, die Mühe wert ist und du jedes Mal etwas dazulernst. Du wirst oft anstehen, dir einen neuen Weg bahnen müssen, Berge besteigen, Flüsse überqueren, umkehren und wieder neu beginnen – doch kein einziger Schritt davon ist verloren. Im Gegenteil, jeder Schritt bringt dich weiter auf deinem Weg zu dir und deinem Traum vom eigenen, erfolgreichen Business.

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