Basics für Social Media Strategie

Posten auf Social Media – das kann doch jeder. Stimmt. Aber nicht jeder hat Erfolg damit. Eine durchdachte Social Media Strategie verbessert deine Chancen auf eine aktive Community und einer guten organischen Reichweite. Diese Tipps für deine Social Media Strategie liefern dir die Basics, auf die du jedenfalls achten solltest.

Schon in einem meiner früheren Blog-Artikel bin ich darauf eingegangen, wie wichtig Social Media für Unternehmer ist und was du beachten solltest, bevor du richtig loslegst. Du kannst natürlich, wie viele von uns auch, einfach mal starten und dich eine Zeit lang ausprobieren. Teste, welche Inhalte für dich und deine gewünschte Zielgruppe passen. Eine durchdachte Strategie für Social Media Marketing ist aber letztlich das Um und Auf für den Erfolg. Nimm dir entsprechend Zeit dafür und du wirst sehen, es zahlt sich aus.

Definiere deine Zielgruppe

Ja, ich weiß. Zielgruppendefinition ist langweilig und du kannst es auch eigentlich gar nicht mehr hören. Doch glaub mir, es muss sein. Es MUSS sein. Du musst wissen, wen du mit deinen Postings ansprechen willst. Umso besser du das herausgearbeitet hast, umso direkter sprichst du dein Publikum an und triffst den Nerv der Zielgruppe. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass deine Inhalte auch tatsächlich gesehen werden und mit ihnen interagiert wird.

Die wichtigste Frage. Sprichst du andere Unternehmen an? Sind diese eher konservativ? Oder sind Konsumenten deine Zielgruppe? Senioren, oder Jugendliche? Je nachdem, wie sich deine Zielgruppe zusammensetzt, sprichst du sie entweder mit „Du“ oder „Sie“ an.

Auch die Inhalte unterscheiden sich je nach Zielgruppe. Während du Konsumenten auch gerne unterhalten werden wollen, suchen Businesspartner und –kunden eher Anleitungen und Fachwissen aus der Branche.

Personas, um deine Zielgruppe besser zu verstehen

Es hilft dir, wenn du dir deine Zielgruppe so gut als möglich visualisierst. Das klappt am besten mit Personas. Diese Zielgruppen-Avatare bestehen in der Regel aus einem Foto einer fiktiven Person, so wie du sie dir vorstellst, sowie einen Steckbrief inkl. Hobbies, ihre Social Media Kanäle und ihr Social Media Verhalten, Konsumverhalten, Interessen, usw. Du brauchst Personas für mehrere Typen deiner Zielgruppe. Für eine Vintage-Boutique reicht „Frauen zwischen 19 und 40“ nicht aus. Darunter befindet sich z.B. eine Studentin aus der Stadt, eine Friseurin mit Kind aus einer Kleinstadt, eine Einzelunternehmerin aus dem ländlichen Raum usw. Verpasse ihnen allen ein Gesicht.

Lege klare Ziele fest

Was willst du auf deinen Social Media Plattformen für dein Unternehmen erreichen? Welche Ziele verfolgst du? Du willst wahrscheinlich Kunden gewinnen. Deine Marke bekanntmachen. Vielleicht willst du aber auch deinen Kundendienst etablieren, oder Leads für dein E-Mail-Marketing generieren. Definiere deine Ziele klar und eindeutig:

  • S – Spezifisch: genau und konkret formulieren
  • M – Messbar: messbares Kriterium einbauen (z.B. Mindestanzahl, Budget usw)
  • A – Akzeptiert: annehmbares Ziel
  • R – Realistisch: innerhalb des Erreichbaren bleiben
  • T – Terminierbar: Zeitangabe machen

Beispiel: Ich will mit meinem Unternehmen bis 31.12.2019 einen um 5 % höheren Umsatz erreichen, als im Vergleich zum Vorjahr.

Und nicht: Ich will mehr Umsatz machen.

Wähle deine Social Media Plattformen mit Bedacht

Dieser Punkt hängt eng mit der Zielgruppendefinition zusammen. Denn dort, wo sich deine Zielgruppe tummelt, solltest du auch hin. 🙂

Sprichst du vermehrt andere Unternehmen an, dann lohnt sich ein Blick auf LinkedIn und Xing. Twitter ist für Menschen, die was zu sagen haben und sich mitteilen wollen, vor allem auch Journalisten, Politiker und Autoren. Pinterest ist nicht mehr nur etwas für die weibliche Bevölkerung. Inzwischen ist das Verhältnis so gut wie ausgeglichen und auch viele Männer begeben sich auf Ideensuche auf diese Plattform. Facebook ist nach wie vor noch der Platzhirsch und für Unternehmer fast unumgänglich. Die Jungen wandern zwar ab, aber trotzdem erreichst du auf Facebook nach wie vor noch ein breites Publikum. Instagram ist von der Foto-Plattform zu einem der beliebtesten Netzwerke geworden. Snapchat und TikTok nicht vergessen, wenn du eine junge Zielgruppe ansprichst und good old YouTube für Video-Content.

Klingt überwältigend, ich weiß. Daher gilt: Besser auf weniger Plattformen, dafür aber auf den richtigen und mit hochwertigen und passenden Inhalten für deine Zielgruppe.

Erschaffe relevante Inhalte für dein Publikum

Ausgelutscht? Ja klar. Aber man kann es nicht oft genug sagen: Schaffe mit deinen Inhalten Mehrwert für dein Publikum. Bevor du etwas postest, nur um des Postens Willen, lass es besser bleiben. Das kann nach hinten losgehen.

Überlege dir zuerst, welche Inhalte bzw. Formate dich ansprechen. Was erregt deine Aufmerksamkeit? How-to’s? Tutorials? Lustige Tiervideos? 😉

Dann versuche, dies für deine Zielgruppe umzumünzen. Womit erreichst du sie am besten? Was wollen sie von dir wissen? Wonach suchen sie?

Menschen wollen gerne unterhalten werden. Sie wünschen sich etwas zu Lachen oder aber auch ein Gewinnspiel hie und da. Wir sind alle neugierig und werfen auch gerne mal einen Blick hinter die Kulissen.  Unternehmer freuen sich über Fachwissen, aufbereitet in White Paper oder über Links zu interessanten Fachartikeln.

Vergiss nicht, dich zu fragen, was dich von deinen Mitbewerbern unterscheidet. Die Alleinstellungsmerkmal solltest du herausarbeiten und es danach entsprechend auf Social Media kommunizieren.

Ein Redaktionsplan hilft dir, deine Content Ideen zu sammeln sowie die Produktion und Publikation zu planen. So behältst du den Überblick und sicherst die regelmäßige Veröffentlichung von Content auf deinen Social Media Kanälen.

Überwache deine Social Media Aktivitäten

Zu guter Letzt: geh in die Insights und sieh nach, was gut funktioniert hat. Dann mach es nochmal so oder besser. Was hat gar nicht funktioniert? Das vermeide in Zukunft.

Gibt es ein Posting, das organisch schon sehr gut gelaufen ist? Dann pushe es etwas und erstelle eine Werbeanzeige. Die Reichweite für Unternehmen ist im Keller, also machen wir uns nichts vor: Ohne Werbeanzeigen erreichst du nur ganz wenige Menschen. Ein Blick in die Statistiken verrät dir, wo du noch justieren (bewerben) solltest und was du in Zukunft vielleicht besser vermeidest.

Wenn du deine Zahlen im Auge behältst, kannst du rechtzeitig reagieren und wieder mehr Menschen erreichen.

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